Mittwoch, 13. Januar 2016

kurz verlinkt (25)

Noch ein abschließender Linktipp zur aktuellen "Debatte" um die Vorfälle an Silvester in Köln. Thomas Fischer hat in seiner Kolumne in der Zeit (das einzig uneingeschränkt empfehlenswerte was dieses Käseblatt im Internet hervorbringt) einmal seine Gedanken mit gewohnt spitzer Feder niedergeschrieben. Kurzer Auszug des langen, sehr guten Texts:
Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer. 90 Prozent davon sind Deutsche, 10 Prozent Ausländer. Um die meisten von ihnen kümmert sich, außer ein paar als "Gutmenschen" verhöhnte Sozialarbeiter und die Arbeitslosenverwaltung, kein Mensch.[...] Wäre der Araber weg, bliebe uns noch das Problem der restlichen 90 Prozent junger männlicher Straftäter, die ein ziemlich ähnliches Verständnis von der Ehre der Frau haben. Die sind eindeutig deutsch, immerzu entweder in "Liebe" oder in "Ehre" entbrannt und ziehen eine Schneise von Blut und Sperma von Saarbrücken bis Usedom.
Ich bin normal niemand, der Lesebefehle erteilt (warum auch?), aber wenn ein Text eine so gute Zusammenfassung der aktuellen Situation ist wie dieser, dann mache ich mal eine Ausnahme. Also: Lesebefehl!

Kommentare:

  1. Ich ergänze das mal um den aktuellen Text von Stefan Gärtner, den ich zu diesem unsäglichen Thema als geradezu erfrischend empfinde. Ein Auszug:

    „Die Silvesternacht“, heißt es im frischen Spiegel – Titel, natürlich: „Auf der Kippe“ – „markiert einen Wendepunkt, weil sich in ihr das Unbehagen über staatliche Untätigkeit kristallisiert hat.“ Mein Unbehagen hat sich nicht kristallisiert. Ich habe gar kein Unbehagen, jedenfalls nicht wegen staatlicher Untätigkeit. Wie soll er denn tätig werden, der Staat? Verstehe: Keine Kanaken mehr hereinlassen.

    Es ist unerträglich, wie dieses Szenario für aufbrandenden Rassismus, der nicht mehr nur faschistoid, sondern teils offen faschistisch ist, von Medien, Politik und in der Folge natürlich auch von immer mehr "besorgten Bürgern" instrumentalisiert wird.

    Es wird allmählich wohl Zeit, die Flucht zu organisieren. Nur: wohin???

    Liebe Grüße!

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    1. Danke für den Link. :-)
      Eine wirklich gute Frage, dieses wohin. Zumal die Mittel ja bei uns beiden sehr begrenzt sind. Ich werde wohl mittelfristig ersteinmal zur Landflucht (also: Flucht aufs Land) übergehen. Auf Dauer wird das zwar auch nicht helfen, aber da kann man sich vielleicht eine kleine Trutzburg gegen die Unmenschlichkeit aufbauen. Das ist zumindest meine Hoffnung im Moment...

      Grüße auch

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  2. Der FAZ war das dann wohl auch zu, äh, einseitig was der Fischer da in seiner Kolumne schrieb und sie haben auch gleich (bzw. schon einen Tag vorher) den Gegenstandpunkt dazu online gestellt.
    Natürlich hat der Mann recht wenn er schreibt dass der Islam, wie er in z.B. Marokko ausgelegt wird, eine rückständige Scheiß-Religion ist (was natürlich für jede andere Religion auch gilt, aber darum geht es hier ja nicht), aber das Thema verfehlt er trotzdem kilometerweit. Passend dazu auch Tilo Jung auf Youtube

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