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Montag, 6. April 2015

Vergewaltigungstage bei Fefe

Fefe hat scheinbar über die Ostertage (unfreiwilligerweise?) etwas neues ausprobiert: Thementage. Es fing, soweit ich das überblicke, alles an am Freitag mit der Meldung zu diesem Spiegel-Artikel. Das Strafrecht ist beim Thema Vergewaltigung eine heikle Sache und ich stimme prinzipiell mit Fefe in seiner Einschätzung überein, dass eine weitere Verschärfung, wie sie Heiko Maas jetzt einführen will, die Sache für uns Männer potentiell eher schlimmer macht als besser und den Frauen damit auch nicht geholfen ist.

Diskussionskultur, Symbolbild
Ich will gar nicht wissen was nach diesem ersten Artikel in Fefes Mailbox los war. Aber der Fakt dass er in der Folgezeit gleich fünf Updates zum Artikel raus hauen musste um sich und seinen Standpunkt zu erklären, und um die "Diskutanten" zu einem zivilisierten Verhalten aufzurufen, das spricht Bände.
Auch die Verlinkung eines Kommentars (unbedingt lesen) vom BGH-Richter Thomas Fischer, der sehr schön die feinen (rechtlichen) Unterschiede herausarbeitet, die zwischen Missbrauch, Nötigung und Vergewaltigung bestehen. Für mich war diese Erklärung schlüssig und die Gefahren die Fischer bei einer Verschärfung sieht scheinen mir ebenso logisch wie sein Schluss, dass hier nur sogenannte Opferverbände auf den Busch klopfen um ihrer Klientel Vorteile zu verschaffen, die im deutschen Recht so nicht vorgesehen sind. Und das mit gutem Grund.

Montag, 16. März 2015

Good bye Datenschutz, Hello world

Es ist mal wieder an der Zeit für einen kleinen Rückblick auf die Ereignisse der letzten Tage. Es hat sich zwar jetzt nicht sooo viel Welt-bewegendes oder Brechreiz-erregendes getan, aber es gab doch einige bemerkenswerte Entwicklungen.
Zuerst eine gute Nachricht aus Florida: Dort wird nun endlich etwas gegen den Klimawandel getan. Und zwar verbot die dortige Umweltschutzbehörde ihren 3200 Angestellten in Zukunft die Begriffe Klimawandel, globale Erwärmung und Nachhaltigkeit zu benutzen. Die tun was. m(
[via fefe]

Mittwoch, 11. März 2015

Feminizid

Schon mal gehört das Wort? Nein? Ich bis eben auch nicht. Aber dank Fefe ist mein Wortschatz wieder um einen nutzlosen Begriff reicher geworden. Und zwar handelt es sich beim Feminizid, wie man sich vielleicht schon denken kann, um einen Frauenmord. Dieser wird in Zukunft in Brasilien strenger geahndet als ein "gewöhnlicher" Mord. Und zwar mit zwölf bis dreißig Jahren, was deutlich mehr sein soll als beim gemeinen Männermord.
Nun hat Brasilien tatsächlich ein Gewaltproblem, und täglich werden 15 Frauen ermordet, steht im Artikel. Was nicht erwähnt wird ist die Zahl der getöteten Männer oder kurz: der Kontext.
Wikipedia listet die "murder rate" (Morde pro 100.000 Einwohner) in Brasilien als 25.2. Brasilien hat ca 200 Millionen Einwohner. Das sind ca 50000 Morde pro Jahr, also ca 135 Morde pro Tag.
Das schreibt Fefe dazu, der mir freundlicherweise die Rechenarbeit abgenommen hat. Somit liegt das Verhältnis getötete Frauen zu getöteten Männern bei etwa 12:88. Warum ein solches Gesetz nötig ist erschließt sich mir nicht aus diesen Zahlen, aber die südamerikanischen Politiker scheinen sich einig zu sein, dass das Leben einer Frau  mehr wert ist als das eines Mannes. Denn eine ähnliche Gesetzgebung gibt es auch in anderen lateinamerikanischen Ländern (Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Venezuela).
Also, anstatt das Problem an der Wurzel zu fassen und zu versuchen, der Gewalt zugrunde liegende Probleme in Erziehung und Bildung und in der Gesellschaft zu beheben, werden Strafverschärfungen und sinnfreier Aktionismus praktiziert, genau wie bei uns hier auch. Die ganze Welt ist ein Irrenhaus...

Montag, 2. Februar 2015

Volkszertreter

Da haben unsere Politik-Schauspieler mal wieder ein Gesetz am Volk vorbei erlassen in dem kräftig mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Gemeint ist die Verschärfung des Sexualstrafrechts (wieder mal), die uns Justizminister Heiko Maas in seiner großen Güte und im Auftrag der EU da geschenkt hat. Heise schreibt:
Danach wird zukünftig mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer unbefugt Fotos oder Filme herstellt oder überträgt, welche "die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau" stellen und dadurch "den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt". Diese Vorschrift dürfte zum Beispiel die typischen Partybilder erfassen, auf denen beispielsweise stark betrunkene und hilflose Personen abgebildet sind. Anders als bisher ist nun bereits das Fertigen eines solchen Fotos strafbar.
Das wars dann wohl mit Partyschnappschüssen, wir nähern uns immer mehr dem Zustand, dass alles was nicht explizit vorgeschrieben ist verboten wird. Mann, Mann, Mann.
Denk ich an Deutschland in der Nacht...

Sonntag, 1. Februar 2015

Zum kotzen

Es gibt Momente, da bleibt einem der Pazifismus im Halse stecken...
Vom mustergültigen Betreuer zum geständigen Täter 
Was soll man dazu noch groß sagen