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Donnerstag, 5. November 2015

Remember, remember

Heute ist Guy Fawkes day






“Remember, remember
the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason
why gunpowder treason
Should ever be forgot.”


Für die drei Leute die es nicht wissen: Der Typ war ein katholischer Terrorist/Freiheitskämpfer, der mit seinen Mitverschwörern ein Zeichen gegen die Verfolgung von Katholiken durch die Anglikaner in England zu Beginn des 17. Jahrhunderts setzen wollte. 
Der Anschlag wurde im letzten Moment verhindert und Fawkes und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet (die allwissende Müllhalde weiß ein bisschen mehr).
Durch den Film "V - Vendetta" nach der Graphic Novel von Alan Moore/David Lloyd und Anonymous wurde Guy Fawkes zum Posterboy des anonymen Widerstands schlechthin.

Mittwoch, 4. November 2015

Zitat des Tages

GEGEN DIE OBJEKTIVEN

Wenn die Bekämpfer des Unrechts
Ihre verwundeten Gesichter zeigen
Ist die Ungeduld derer, die in Sicherheit waren 
Groß.

Warum beschwert ihr euch, fragen sie
Ihr habt das Unrecht bekämpft! Jetzt
Hat es euch besiegt: schweigt also!

Wer kämpft, sagen sie, muß verlieren können
Wer Streit sucht, begibt sich in Gefahr
Wer mit Gewalt vorgeht
Darf die Gewalt nicht beschuldigen.

Ach, Freunde, die ihr gesichert seid
Warum so feindlich? Sind wir
Eure Feinde, die wir Feinde des Unrechts sind?
Wenn die Kämpfer gegen das Unrecht besiegt sind
Hat das Unrecht doch nicht recht!!

Unsere Niederlagen nämlich
Beweisen nichts, als daß wir zu 
Wenige sind
Die gegen die Gemeinheit kämpfen
Und von den Zuschauern erwarten wir
Daß sie wenigstens beschämt sind!

Bertolt Brecht

Mittwoch, 17. Juni 2015

kurz verlinkt (13)

Das Zentrum für politische Schönheit hat einen "Anschauungsunterricht 'Die Humanität Europas'" organisiert um unseren Volkszertretern einmal eindrucksvoll darzulegen was sie für eine menschenverachtende Politik betreiben und um zu zeigen, dass mit der EU Außenpolitik Menschen sterben, nicht Zahlen in einer Statistik.

Schade das die geplante Gedenkstätte vor dem Kanzleramt wohl eine nette Idee bleiben wird. Aber wer weiß, ihre vorige Aktion mit den "geflüchteten" Gedenkkreuzen für die Maueropfer haben die Jungs und Mädels ja auch durchgezogen. Wäre ich in Berlin, ich würde ein wenig mitschaufeln am Sonntag...
[via Fefe]

©Bilder: ZPS

Mittwoch, 20. Mai 2015

Ex Machina

Ex Machina ist ein Science Fiction Film von Alex Garland (das Regiedebut des Autors der [Dreh-]Bücher zu the beach, Dredd und 28 days later), der von dem jungen Coder Caleb (Domhnall Gleeson) handelt, welcher in einem Wettbewerb eine Woche Aufenthalt im Ferienhaus seines exzentrischen Bosses Nathan (Oscar Isaac) gewinnt. Als er dort ankommt, stellt er aber schnell fest, dass er eigentlich vor Ort ist um an der künstlichen Intelligenz Ava (Alicia Vikander) im Körper eines weiblichen Roboters den Turing Test durchzuführen und nicht um Urlaub zu machen.

Samstag, 2. Mai 2015

"Die Anstalt" vom 28. April 2015

Dieses Mal mit einem etwas ungewohnten Thema: Feminismus. Durchaus unterhaltsam, aber mir etwas zu unausgeglichen in der Darstellung der Thematik. Hätte mir etwas mehr Differenzierung gewünscht. Das was da erzählt wird stimmt zwar so größtenteils, aber eine kleine Erwähnung der Krawall-Feministen und der lächerlichen Auswüchse der Gender-Bewegung hätten hier imho auch sehr gut hin gepasst. Trotzdem: Alles in allem wieder einmal sehr gutes Fernsehen und den Finger in die Wunde gelegt.

Aber ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Sendung nicht sooo gut gefallen hat, einfach weil der aktuelle Bezug gefehlt hat. Mich hätte da jetzt eher was zu Frontex und Triton gefreut, auch wenn sie das Thema schonmal hatten. Oder über die Merkel, die in der Provinz Pinguinen die Hand schüttelt, während sich in Berlin ein neuer BND/NSA Skandal entwickelt. Naja was solls, vielleicht nächsten Monat.

Interessant sind btw auch die Kommentare unter dem Youtube-Mittschnitt, die (zumindest zum Zeitpunkt wo ich das hier schreibe) zeigen, dass man auch ohne Gegeifere über das Thema Feminismus diskutieren kann.

Sonntag, 19. April 2015

Star Wars Hype Train, die 2.

Ich bin nicht der Einzige, dem der Star Wars Teaser Tränen der Vorfreude in die Augen getrieben hat. Seht selbst:

Mittwoch, 15. April 2015

kurz verlinkt (6)

Dieser Nachruf auf Günter Grass beim Guardian ist IMHO lesenswerter als das was die deutsche Presse zum Thema zu sagen hat.

Rettet den Euro

"Der Euro wurde von einigen Occupy Aktivisten massiv beschädigt" untertitelt n-tv das Bild am Anfang seines Artikels über die etwas andere Eurorettung. Es geht nämlich nicht um die Stützung der von allen guten Bürgern so heißgeliebten europäischen Gemeinschaftswährung, sondern um die Sanierung des 14 Meter hohen Euro-Symbols am Willi-Brandt-Platz, dass in den letzten Jahren immer wieder die Wut der Occupisten ertragen musste. Und da kam so einiges an Wut zusammen.
Anstatt das Ding mit zur neuen EZB Zentrale zu nehmen oder gleich ganz zu verschrotten (die Rede ist immer noch von der "Skulptur", nicht von der Währung), soll es jetzt saniert werden, nachdem es in den letzten Jahren bereits für rund 30k€ repariert wurde und immer noch scheiße aussieht.

Take a hint, würde der pragmatische Amerikaner sagen und das ungeliebte Symbol des Kapitals entweder abreißen oder mit Selbstschussanlagen versehen. Das würde dem verlumpten Demonstrantenpack dann schon zeigen wo der Hase im Pfeffer liegt. Im gottseidank noch nicht völlig amerikanisierten Deutschland ist das aber keine Option, also muss saniert werden. Für 60.000 Geld. Damit der Euro im alten Glanz erscheinen kann.

Mario Draghi (Symbolfoto)
Kein Problem in Mainhattan wo die ganzen Banker sich tummeln und Mario Draghi seine Pläne schmiedet, sollte man meinen. Aber weit gefehlt, für Symbolik ist den Banken das Geld scheinbar zu schade. Denn es fand sich kaum jemand bei den Geldsäcken, der auch nur 'nen Groschen für die Sanierung der Geschmacksverirrung in Blau-Gelb springen ließ.

Also muss (wieder einmal) der Bürger ran. Es wird zu Spenden aufgerufen um das 2002 errichtete UnKulturdenkmal wieder herzurichten.

Oh, the irony. [via fefe]

Dienstag, 31. März 2015

Spur der Falken - Schiss der Tauben

Das Fachblatt für Videospiele und Kultur, "der Freitag", hatte vor gut zwei Wochen einen Artikel "Spur der Falken" eines gewissen Herrn Michael Schulze von Glasser (den ich im Folgenden, der Einfachheit halber, nur noch Schulze nennen werde), der sich mit der aktuellen Arbeit des Jugendmedienschutzes befasst. Eigentlich wollte ich damals schon ein paar Sätze über die eigenartigen Ansichten von Schulze verlieren, aber hab's dann aus Gründen wieder vergessen.
Als ich heute meine Bookmarks auf der Suche nach einem Thema für einen Post durchwühlt habe, fiel mir der Artikel wieder auf.