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Dienstag, 5. April 2016

Panama-Papers, oder die modernen Menschenopfer

Der Wicker-Man
Menschenopfer waren in früheren Zeiten nichts ungewöhnliches. In der ganzen Welt wurden aus den unterschiedlichsten Gründen Ritualmorde begangen. In der griechischen Mythologie tötete Agamemnon zum Beispiel seine eigene Tochter um von den Göttern günstige Winde für seine Reise nach Troja zu bekommen. In Ägypten wurden ganze Hofstaaten mit ihren verstorbenen Pharaonen zusammen beerdigt um ihnen im Leben nach dem Tod weiter dienen zu können. Die Japaner brachten Hitobashira (Menschenopfer) dar um Flussgötter zu besänftigen damit sie unbehelligt von deren Zorn Brücken bauen konnten. In mittelamerikanischen Kulturen wurden Menschen rituell getötet um die Götter gnädig zu stimmen und in Europa versenkte man die Opfer in Mooren.

Ritualmorde wurden Jahrhunderte-, wenn nicht Jahrtausendelang aus vielfachen Gründen überall begangen. Egal ob es darum ging eine gute Ernte zu erhalten, einen Krieg zu gewinnen oder große Bauwerke zu errichten, die Götter brauchten ihre Opfer und alles geschah "zum Besten der Gesellschaft". Das ist soweit nichts Neues, allerdings fragt man sich als moderner, "zivilisierter" Mensch ja schon, warum das geschah.

Montag, 16. November 2015

Strom oder kein Strom, das ist hier die Frage

Die Bundesnetzagentur meldete vergangene Woche, dass im Jahr 2014 bei 351.802 Haushalten der Strom (vorübergehend) abgeschaltet wurde weil die Anschlussinhaber ihre Rechnung nicht bezahlen konnten. Wenn wir nun von der Annahme ausgehen, dass in einem Haushalt im Schnitt drei Personen leben, dann waren rund eine Million Menschen in Deutschland zumindest zeitweise ohne Strom. Doch damit nicht genug:
"Noch weit mehr Haushalte haben Probleme mit ihrer Stromrechnung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur drohten Lieferanten ihren Kunden insgesamt 6,3 Millionen Mal, den Strom zu kappen." [Spiegel Online]

Dienstag, 20. Oktober 2015

Zitat des Tages

"If machines produce everything we need, the outcome will depend on how things are distributed. Everyone can enjoy a life of luxurious leisure if the machine-produced wealth is shared, or most people can end up miserably poor if the machine-owners successfully lobby against wealth redistribution. So far, the trend seems to be toward the second option, with technology driving ever-increasing inequality." (Stephen Hawking)
Auf deutsch in etwa:
Wenn Maschinen alles produzieren was wir brauchen wird das Ergebnis davon abhängen, wie die Dinge verteilt werden. Alle können ein luxuriöses Leben der Muße genießen, wenn der maschinell produzierte Wohlstand geteilt wird. Oder die meisten Menschen enden in erbärmlicher Armut, wenn die Besitzer der Maschinen erfolgreich gegen eine Umverteilung des Wohlstands lobbyieren. Bis jetzt scheint der Trend in Richtung der zweiten Möglichkeit zu gehen, wobei die Technologie eine immer größer werdende Ungleichheit antreibt.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Meanwhile on the Ship of Fools...

Angeregt von diesem Artikel auf der Narrenschiffbrücke und den dazugehörigen Kommentaren, habe ich mich mit einer halben Flasche Whisky und meinem Bademantel (den brauch ich um mich konzentrieren zu können) hingesetzt und mir Gedanken darüber gemacht wie denn so eine "gemeinschaftliche Linke Gegenwehr" aussehen könnte, wenn sie denn zustande kommen würde. Der gute Charlie hat sich im Artikel in seiner gewohnt pessimistischen Art einen bei ihm geposteten Kommentar vorgenommen, der anregte sich doch medial zu vernetzen um wenigstens mal auf dem Radar der Öffentlichkeit aufzutauchen.

Dienstag, 25. August 2015

Arbeit, Arbeit über alles!

Der WDR hat da mal eine Reportage produziert, die ganz gut zeigt, was viele der Lohnsklaven in Deutschland so Tag für Tag durchmachen. Alles nur um nicht abzustürzen und dann mit Glück irgendwann nach vierzig Jahren eine Rente am Rande des Existenzminimums zu "genießen".
Nach dem anschauen des Videos werden sich vielleicht (hoffentlich) viele meiner Mitmenschen fragen wie und warum diese Menschen sich das so lange gefallen lassen. Was treibt Leute dazu sich tagtäglich so ausbeuten und erniedrigen zu lassen? Würde ich mir eine solche Behandlung auch über Jahre hin gefallen lassen? Könnte es sein dass unser tolles kapitalistisches System vielleicht doch nicht so toll ist, wenn die Ausbeutung diese Ausmaße annehmen muss, damit es noch funktioniert?

Freitag, 24. Juli 2015

Mein Weg zum Hartzer

Über die Kommentare zu Feynsinns Kandidatennominierungspost (deutsche Sprache, fuck Yeah!) für den Underdog des Jahres drüben bei Flatter bin ich auf ein Hartzer-Blog aufmerksam geworden, das ich noch nicht kannte. Und zwar das Frei-Blog. Dort schreibt sich ein Hartz IV-Leidensgenosse seinen Frust von der Seele. Und das teils auf eine lyrische Art und Weise, die man meiner Meinung nach mit Fug und Recht als Kunst bezeichnen kann. Besonders das "Hartz IV-Tagebuch" ist ein wohlverdienter Schlag in die Fresse für jeden der meint dass die Hartzer sich alle einen lauen Lenz auf seine Kosten machen.
Ich habe zwar ein leichtes Problem mit den esoterischen Einschlägen die zwischendurch auf dem Blog eintreten ("Hinter den Schlagzeilen"? really Volker? You can't be serious), aber Alles in Allem spricht der Autor mir doch meist aus der Seele, da kann ich auch den ein oder anderen Link auf Holdger Plattfuß verkraften.

Jedenfalls kam ich dadurch auf den Gedanken etwas ähnliches auch auf meinem Blog anzufangen (bzw. weiterzuführen, angefangen hatte ich hier ursprünglich mit genau diesem Gedanken). Also ein "Hartz IV Tagebuch" jetzt, nicht das verlinken des esoterischen Gelabers von Hinter den Schlagzeilen. Schließlich heißt es ja man soll als Anfänger über das schreiben womit man sich auskennt. Hier also erst einmal mein Versuch die bisherigen "Leiden des jungen Farnsworth" zusammen zu fassen (Spoiler-Alarm: Die Geschichte endet nicht im sozialverträglich frühen Ableben des Protagonisten, wie bei Goethe. Ich hoffe immer noch auf ein Happy End, denn eigentlich bin ich von Haus aus ein Optimist):

Donnerstag, 2. Juli 2015

Mal was Positives

Ein Bekannter meinte mal "Das ist ja alles schön und gut mit deinem Blog, aber das worüber du schreibst ist ja, abgesehen von dem Game- und Fernsehzeugs alles so negativ". Nun, Recht hat er. Das liegt daran, dass in Europa und der Welt im Moment nicht besonders viel Positives passiert, über das man schreiben kann. Was will man schon Positives schreiben über Politclowns wie Merkel, Schäuble, Gabriel & Co.? Mir ist da in den letzten Jahren nicht wirklich etwas aufgefallen was diese Hampelmänner nicht glorreich versaut hätten. Und damit nicht genug; alle etablierten Parteien und Politiker in Deutschland sind in meinen Augen der reine Abschaum (fun fact: das ist der einzige Schnittpunkt von mir und Pegida). Es wird seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, über die Köpfe des Volkes hinweg eine Politik betrieben die man nur als verabscheuungswürdig bezeichnen kann. Ich will hier gar nicht ins Detail gehen, der geneigte Leser wird sich schon denken können was gemeint ist.